Behandlung durch invasive Methoden

Nicht so selten sind Lebensstilveränderungen und medikamentöse Behandlung allein nicht mehr ausreichend. Dann ist eine eingreifende („invasive“) Behandlung erforderlich.

Wenn ein verengtes Herzkranzgefäß (Koronararterie) Beschwerden verursacht, ist häufig die Beseitigung dieser Verengung notwendig. Herausgefunden haben wir das durch die Schilderung Ihrer Beschwerden, die Ergebnisse vorangegangener Untersuchungen und dann meist durch die Herzkatheteruntersuchung. Die Beseitigung diese Engstellen geschieht meist unmittelbar im Anschluss an die Herzkatheteruntersuchung.
Die Herzkatheteruntersuchungen und -behandlungen werden von uns täglich in den Herzkatheterlabors der Vivantes Kliniken Humboldt in Reinickendorf und Auguste-Vikotoria in Schöneberg und im Herzkatheterlabor Spandau vorgenommen. Die ausführlich Beratung und die Voruntersuchungen werden in der Praxis durchgeführt.

Wenn diese so genannte interventionelle Behandlung mittels Kathetertechnik nicht möglich oder sinnvoll ist, wird häufig eine Behandlung mittels einer Operation notwendig. Dabei werden „Umgehungskreisläufe“ (wie eine Umleitung auf der Autobahn) angelegt. Man nennt das Bypässe. Körpereigene Venen aus den Beinen und zumindest eine körpereigene Arterie aus dem Brustkorb werden dafür verwandt. Für sie als Patient ist die Bypassoperation schon ein größerer Eingriff, für die Herzchirurgen ist das alltägliche Routine, die mit großer Erfahrung durchgeführt wird. Wir kooperieren hier mit der Charité und dem Deutschen Herzzentrum Berlin, dem Herzzentrum in Leipzig, dem Herzzentrum in Lahr/Schwarzwald und dem Herzzentrum in Bad Neustadt/Saale.

Herzklappenerkrankungen können auch einen operativen Eingriff mit entweder der „Reparatur“ (Rekonstruktion) der Klappe in einem häufig minimal-invasiven Eingriff oder ein Klappenersatz notwendig machen. In bestimmten Fällen ist auch der Klappenersatz mit Kathetertechnik möglich.

Ebenfalls eine kleine Operation notwendig ist bei der Implantation von Herzschrittmachern und implantierbaren Defibrillatoren. Das geschieht häufig aber in einem ambulanten Eingriff.