Behandlung durch Medikamente

Sehr häufig werden Medikamente zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Obwohl Medikamente auch unerwünschte und manchmal auch schädliche Wirkungen haben können, sind sie doch ein Segen der modernen Medizin, wenn sie richtig und in richtiger Dosierung angewendet werden. Medikamente sind in der Lage Krankheiten zu vermeiden und das Leben zu verbessern und sogar zu verlängern.

Bei erhöhtem Blutdruck stehen mehrere Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Sie sind alle verschreibungspflichtig. Eine Behandlung des hohen Blutdrucks muss meist das ganze weitere Leben durchgeführt werden. Häufig sind auch Kombinationsbehandlungen von mehreren Bluthochdruckmedikamenten sinnvoll. Die Behandlung des hohen Blutdrucks erfordert häufig Geduld. Nicht selten wird die Behandlung im Laufe der Jahre verändert. Die Hauptsubstanzen der Behandlung des Bluthochdrucks (arterielle Hypertonie) sind:

  • Betablocker: blockieren das Stresshormon Adrenalin, der Herzschlag wird verlangsamt, die Blutgefäße entspannt und der Blutdruck gesenkt.
  • Kalziumantagonisten: wirken krampflösend auf die Muskulatur der Herzkranzgefäße und lassen sie erweitern, senken so den Blutdruck.
  • ACE-Hemmer: Blutgefäße werden erweitert, dadurch wird der Blutdruck gesenkt.
  • Angiotensin II Rezeptorantagonisten (ARB), auch Sartane genannt: Die Blutgefäße werden erweitert, Blutdruck gesenkt.
  • Diuretika („Wassertabletten“): Die Senkung des Blutdrucks erfolgt hierbei durch die erhöhte Wasser- und Salzausscheidung aus der Niere.

 
Weitere wichtige Medikamente in der Kardiologie sind:

  • ASS (Acethysalizylsäure, Aspirin): wirkt gerinnungshemmend und blutverdünnend.
  • Bei erhöhten Cholesterinwerten empfehlen sich Statine (Cholesterinsenker oder Fettsenker genannt): Sie beugen Gefäßverengungen vor, beeinflussen die Plaquebildung in den Gefäßen.
  • Gegen Angina pectoris-Anfälle stehen Nitropräparate (Nitroglycerin) als Spray oder Tablette (unter die Zunge zu legen) zur Verfügung. Sie wirken gefäßerweiternd und dienen der Anfallsvorbeugung bei Angina pectoris.

 
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