Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG erlaubt eine Aussage zur Durchblutung des Herzens, zum Auftreten von Herzrhythmusstörungen, zum Blutdruckverhalten unter Belastung und insgesamt auch zu Ihrem Trainingszustand.
Wenn es bereits Hinweise auf eine Verengung der Herzkranzgefäße gibt, zum Beispiel einen Verdacht auf einen Herzinfarkt oder auf eine Koronare Herzkrankheit, sollte ein Belastungs-EKG geschrieben werden, ebenfalls zur Abklärung von Brustschmerzen bei Verdacht auf Angina pectoris.

Beim Belastungs-EKG wird während der körperlichen Anstrengung meist auf einem speziellen Fahrrad-Ergometer das EKG abgeleitet. Zuerst werden die Herzströme und der Blutdruck in Ruhe gemessen und danach wird die Belastung stufenweise (höhere Wattzahl) erhöht. Wichtig dabei ist, dass eine hohe Belastung – die möglichst maximale Belastbarkeit – erreicht wird, was auch eine hohe Pulsfrequenz bedeutet. Über die erreichte Wattzahl des Ergometers und die dabei ermittelte Pulsfrequenz kann der Arzt die Stärke der Belastung bewerten. Er verfügt über Tabellen, die die mögliche maximale Herzfrequenz in Abhängigkeit vom Alter und Geschlecht angeben. Während des Belastungs-EKGs werden 90 Prozent davon angestrebt. Trainingszustand, eventuelle Erkrankungen und die Tagesform entscheiden darüber, ob die erreichte Pulsfrequenz der errechneten Zielfrequenz nahe kommt.
Nach Beendigung der Belastung werden EKG, Puls- und Blutdruckmessung noch fortgeführt, um Ihre Erholungsfähigkeit zu testen.

Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten. Sie sollten feste Schuhe, am besten Sportschuhe, sowie eine Sport- oder Trainingshose mitbringen.

Ein Belastungs-EKG wird immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt.