Langzeit-EKG

Beim Langzeit-EKG werden vor allem Herzrhythmusstörungen entdeckt und bewertet und die Herzfrequenz (Pulsfrequenz) überwacht. Dabei können auch Durchblutungsstörungen des Herzens entdeckt werden. Auch um die Funktionsfähigkeit eines Herzschrittmachers zu überprüfen, ist häufig ein Langzeit-EKG nötig.

Beim Langzeit-EKG werden bis zu fünf Elektroden auf die Haut geklebt (für allergische Patienten gibt es auch hautverträgliche Elektroden) und mit einem kleinen Aufzeichnungsgerät, nicht größer als ein Walkman oder Handy, verbunden. Je nach Aufzeichnungsdauer von 18 bis 24 Stunden, in bestimmten Fällen auch bis 72 Stunden, können Sie alle alltäglichen Verrichtungen und Belastungen ganz normal weiterführen. Nur Duschen und Baden sind nicht erlaubt. Nach dieser Zeit wird das Gerät in der Praxis wieder abgenommen und über einen Computer ausgelesen. Jeder der in den letzten 24 Stunden aufgezeichneten Herzschläge wird kontrolliert, das dauert 20 Minuten. Im Vergleich mit den von Ihnen aufgelisteten Tätigkeiten, die Sie zu bestimmten Zeiten während des Langzeit-EKGs durchgeführt haben, wertet der Arzt das EKG aus. Er kann so feststellen, ob Ihr Herz auch bei Anstrengung oder in Ruhe richtig arbeitet. Er sieht die „Extraschläge“ (Extrasystolen), erkennt das sogenannte Vorhofflimmern oder gar Bewusstseinsstörungen.