Angina pectoris

Bei Angina pectoris, das kann ein Vorbote des Herzinfarkts sein, bekommt das Herz zu wenig Sauerstoff, das führt zu einem Gefühl der Enge in der Brust. Brennen, Druck, ein Gefühl der schweren Beklemmung hinter dem Brustbein, so schildern Betroffene die Schmerzen bei Angina pectoris. Manchmal auch Übelkeit und Atemnot oder Erstickungsangst. Diese Zeichen treten zuerst bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe auf, verschwinden aber durch eine Gabe von Nitropräparaten (Nitroglycerin). Diese Substanz senkt den Blutdruck und den Verbrauch von Sauerstoff durch den Herzmuskel. Im Akutfall kann eine Tablette unter die Zunge gelegt werden. Mit diesem Medikament und mit den meist als Langzeitmedikation verschriebenen Betablockern wird keinesfalls der Schmerz als Warnsignal unterdrückt, sondern die Herzarbeit wird so ökonomischer und passt sich gezielt an die vorhandenen Leistungsreserven an.

Das Herz wird durch einen Angina-pectoris-Anfall allein nicht dauerhaft geschädigt. Die Anfälle treten vorwiegend in den frühen Morgenstunden im Zustand völliger Ruhe auf, können aber auch zu jeder Tageszeit wieder kommen.

Ihrem Arzt sollten Sie mitteilen können, bei welcher Gelegenheit der Anfall auftritt, welche Beschwerden Sie dabei haben, wie lange der Anfall dauert, wie häufig und zu welchem Zeitpunkt er auftritt und wie lange es dauert, bis er vorüber ist, nachdem Sie ein Medikament genommen haben. Zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu benachrichtigen, wenn Sie zum Beispiel einen Angina-pectoris-Anfall das erste Mal erleben, bzw. wenn sich irgendetwas im Auftreten beim Wiederholungsanfall verändert haben sollte. Jede Veränderung kann ein Warnsignal sein und auf einen bevorstehenden Herzinfarkt hindeuten – muss es aber nicht. Nur Ihr Arzt kann Ihnen Klarheit verschaffen.