Begriffserklärung: Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher verhindert das zu langsame Schlagen des Herzens. Er besteht aus zwei Teilen, dem eigentlich Schrittmacher (Aggregat) mit der Batterie und einer oder zwei so genannten Elektroden. Das Schrittmacheraggregat wird in der Regel am rechten oder linken oberen Brustkorb unterhalb des Schlüsselbeines zwischen Haut und Muskel implantiert. Die Elektroden werden über eine dort verlaufenden Vene in die rechte Herzkammer und/der die rechte Vorkammer gebracht. Das Ende verhakt sich im Muskelgefüge des Herzens oder wird mittels einer kleinen Schraube in der Herzwand sicher befestigt. Das obere Ende wird mit Aggregat verschraubt.

Die Operation geschieht in lokaler Betäubung und dauert zwischen 20 min und 1.5 h. Man unterscheidet Ein- und Zweikammerschrittmacher je nachdem, ob nur eine Elektrode oder zwei Elektroden implantiert. Werden. Der implantierte Schrittmacher wacht nun über die Herzschlagfolge. Fällt ein Schlag aus oder wird der Abstand zwischen zwei Schlägen zu lang, kann der Schrittmacher in dieser Situation eingreifen und einen oder mehrere Herzschläge veranlassen. Das ist für den Patienten nicht zu merken. Der Herzschrittmacher wird regelmäßig über eine Telemetrie kontrolliert. Dabei wird ein Abfragekopf auf die Stelle des Brustkorbes gelegt, an der der Schrittmacher unter der Haut liegt. Die Abfrage dauert in der Regel nur wenige Minuten.