Begriffserklärung: Stent

Ein Stent bedeutet Gefäßstütze. Er besteht aus einem dünnen Metall oder Karbongeflecht, ist zwischen 8 und 40 mm lang und 2 bis 4mm im Durchmesser. Er wird bei der Aufdehnungsbehandlung von Gefäßengstellen verwendet. Wenn eine alleinige Ballonaufdehnung nicht ausreicht (das ist in etwa 80-90% aller Aufdehnungsbehandlungen der Fall) wird ebenfalls mit Kathetertechnik der Stent an die entsprechende Stelle gebracht.

Er ist zunächst zusammengefaltet auf einem Ballon montiert und wird dann durch das Aufblasen des Ballons entfaltet. Das dauert maximal eine Minute. Der Stent verbleibt dann lebenslang im Gefäß, er kann nicht wieder entfernt werden. Nach einigen Monaten ist er so eingewachsen, dass das Gefäß ihn mit Gefäßinnenwand überzogen hat. Bei guten Röntgenaufnahmen oder erneuten Herzkatheteruntersuchungen ist er nicht selten zu sehen. Ein Stent sorgt dafür, dass die behandelte Stelle besser offen bleibt, also das Risiko einer Wiederverengung geringer wird. Allerdings ist das Risiko nicht gänzlich ausgeräumt. Je nach Länge und Durchmesser und Risikofaktoren des Patienten (je größer der Stent umso geringer die Gefahr) liegt das Risiko einer Wiederverengung bei 10-30%. Deswegen sind neue Stents entwickelt worden, die mit einem Medikament beschichtet sind. Diese so genannten DES (Drug-eluting-Stents engl. für Medikament-abgebende-Gefäßstütze) geben innerhalb von Wochen ein Medikament an die Umgebung ab, welches das ungehinderte Wuchern der Gefäßwand mit dem Ergebnis der Verengung verhindert.

In bestimmten Situationen können diese DES die Wiederverengungsrate deutlich senken. Zudem ist die Begleitbehandlung besser geworden. Durch die Gabe von ASS 100 und Clopidogrel für einen vom Katheterarzt festzulegenden Zeitraum wird die Gefahr der Wiederverengung ebenfalls gesenkt. Deswegen ist die Einnahme beider Medikamente auch sehr wichtig!