Bluthochdruck

Hypertonie

Für viele Herz-Kreislauferkrankungen ist die Ursache ein erhöhter Blutdruck. Wann eigentlich spricht man von einem normalen und wann von zu hohem Blutdruck? Der Blutdruck wird durch die Herzarbeit erzeugt, er entspricht dem Druck in den Arterien. Bei der Blutdruckmessung werden zwei verschiedene Werte gemessen. Das hängt mit dem An- und Absteigen des Drucks in den Arterien während der Pumparbeit des Herzmuskels zusammen. Der Blutdruck schwankt bei jedem Menschen im Laufe des Tages und ist abhängig von seiner Ruhe, dem geistigem und körperlichen Stress bzw. der Anstrengung. Der obere = systolische Wert entspricht dabei dem höchsten, der untere = diastolische Wert dem niedrigsten Druck in der Arterie.

Ab einem ständigen Druck von systolisch 140 mmHg und/oder diastolisch 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Optimal: Systolischer Wert in mmHg unter 120, diastolischer Wert unter 80 Normal: Systolischer Wert in mmHg unter 130, diastolischer Wert unter 85 Hochdruck: Systolischer Wert in mmH ab 140, diastolischer Wert ab 90.

Einen zu hohen Blutdruck merkt man zunächst nicht. Aber ein ständig zu hoher Blutdruck führt zu einer Verhärtung und Verengung der Blutgefäße, die ihrerseits eine Ursache für weitere Erkrankungen (Gehirn, Nieren, Augen, Herz: Koronare Herzerkrankung) sein können.

Anzeichen für einen zu hohen Blutdruck: Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenbluten, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, Sehbehinderung.

Ursachen: Häufig ist ein zu hoher Blutdruck vererbt, aber auch durch falsche Ernährung (zu fett, zu viel Kochsalz, zu wenig Obst und Gemüse), zu wenig Bewegung, zu viel und dauerhaftem psychischem Stress geschuldet. Auch können andere Erkrankungen wie Nierenerkrankungen selbst Ursache für einen erhöhten Blutdruck sein.

Was kann man gegen zu hohen Blutdruck selbst tun? Sie können ein Blutdruckprotokoll führen, auf denen Sie alle selbst gemessenen Werte aufzeichnen. Sie werden wohl oder übel Ihre Lebensgewohnheiten überprüfen und ändern und Sie werden ganz regelmäßig Ihre Medikamente einnehmen müssen.

Regeln zur Selbstmessung des Blutdrucks (nach Patientenleitlinien der Universität Witten-Herdecke):

Die Messung sollte nach 5-minütiger Ruhe in einem stillen Raum erfolgen. Viele Patienten sind beim Arztbesuch aufgeregt. Dadurch steigt der Blutdruck an. Das heißt aber nicht automatisch, dass es sich um einen ständig erhöhten Blutdruck handelt. Deswegen ist es wichtig, zu Hause in Ruhe nach zu messen und ein Blutdruckprotokoll zu führen. Auch eine Langzeit-/ 24-Stunden-Blutdruckmessung kann sinnvoll sein.
Die erste Messung sollte an beiden Armen erfolgen, für weitere Messungen sollte der Arm mit dem höheren Wert benutzt werden. Bei manchen Menschen liegen Blutdruckunterschiede von mehr als 10 mm Hg an beiden Armen vor. Benutzen Sie für die Blutdruckmessung immer denselben Arm, auch für die Selbstmessung zu Hause.
Die Manschette sollte auf Herzhöhe sein. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie zu Hause mit einem automatischen Gerät am Unterarm messen.
Die Luft sollte langsam abgelassen werden.
Zwischen aufeinander folgenden Messungen sollte mindestens 1 Minute verstreichen. Lassen Sie sich zu Hause von einem einzelnen hohen Wert nicht aus der Ruhe bringen. Messen Sie nicht ständig wieder nach.
Es gibt unterschiedliche Manschettengrößen. Um genaue Messungen zu bekommen, muss die Manschettengröße dem Armumfang angepasst sein. Zu kleine Manschetten messen einen zu hohen Blutdruck. Das Gerät sollte ein Prüfsiegel aufweisen.